01.07.22 auf der Sea-Eye im Harburger Museumshafen

 Aktuelles aus der Seenotrettung

Vortrag mit anschließender Diskussion mit Thomas Nuding, Gesellschafter bei SARAH Seenotrettung und Skipper auf der See-Mission

“Im kanarischen Seegebiet aktiv zu werden, ist für uns humanitäre Pflicht. Diese Fluchtroute ist extrem gefährlich, Boote werden auf den Atlantik getrieben, viele ertrinken oder sterben an Unterkühlung und Durst. Wir wissen viel zu wenig über diese Fluchtroute, um tatsächlich proaktiv Seenotrettung zu betreiben. Mit dieser Mission wollen wir das ändern.“

Dieses Jahr starben bereits 1.530 Menschen auf ihrer Flucht übers Mittelmeer. Immer mehr Menschen weichen auf die noch riskantere Atlantik Route aus, mit den Kanaren als Ziel. SARAH will verhindern, dass auch auf dieser Route so viele Menschen tödlich verunglücken. Niemand sollte heutzutage auf der Flucht sein – die Realität sieht jedoch leider oft anders aus. SARAH macht es sich zur Mission jene Menschen zu unterstützen und je mehr Menschen auch davon Bescheid wissen, desto besser kann geholfen werden. 

 

23.07.22 um 13 Uhr und 18 Uhr auf der Sea-Eye im Harburger Museumshafen

Thinkboat – Vom Fischkutter zum Seenotrettungsschiff zur Dokumentationsstätte

Vortrag mit anschließender Diskussion mit Michael Buschheuer

Das Schiff Sea-Eye wurde 1957 in Boizenburg/Elbe gebaut und als Teil der Sassnitzer Kutterflotte eingesetzt. Ihr Taufname war Sternhai. Der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer hat das Schiff im Herbst 2015 zum Einsatz in der Seenotrettung gekauft und bis Januar 2019 dem von ihm gegründeten und geleiteten Verein Sea-Eye e.V. zum Betrieb überlassen. Im Laufe seines etwa zweijährigen Einsatzes konnten die Crews mit dem Schiff fast 12.000 Menschen aus dem Wasser retten, erstversorgen und in ihrem Leben gesichert an Marineschiffe übergeben.

Aufgrund der veränderten Bedingungen durch den politischen Druck der europäischen Staaten wurde die Sea-Eye schließlich 2019 von der Seenotrettung zurückgezogen.

Im Frühsommer 2019 brachte eine Crew von freiwilligen Helfern die Sea-Eye nach Deutschland zurück, zunächst in den City Sporthafen Hamburg, dann in den Museumshafen Harburg, wo der Kutter seit 28. Juli liegt.

22.08.22 von 9-17 Uhr auf der Sea-Eye im Harburger Museumshafen 

Open Ship auf dem Seenotrettungsschiff 

Mit Führungen und Vorträgen von Michael Buschheuer

Das Rettungsschiff Sea-Eye hat von 2016 – 2018 fast 12.000 Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. Jetzt liegt der Kutter im Museumshafen Hamburg-Harburg als Dokumentationsschiff für Flucht und Rettung. Thinkboat lädt Sie zum Erkunden auf dem Open Ship. Für Schulklassen, Engagierte und Interessierte. Größere Gruppen bitte anmelden unter kontakt@sea-eye-thinkboat.de 

27.08.22 auf der Sea-Eye im Harburger Museumshafen 

Kickoff „Fischer auf dem Sternhai“ – Ein Museum von und über Menschen auf See, eine audiovisuelle Ausstellung in zwei Teilen auf der Sea-Eye (Ausstellungsteil I von II)

Mit Peter Moltmann

Peter Moltmann stellt Teil I seines Ausstellungskonzepts für das Sea-Eye Thinkboat vor. Ein Museum von und über Menschen auf See, eine audiovisuelle Ausstellung in zwei Teilen (Fischerei und Seenotrettung) auf der Sea-Eye.

Nach 56 Jahren in der Fischerei und 4 weiteren in der zivilen Seenotrettung liegt die Sea-Eye, ehemals Sternhai, im Harburger Museumshafen. Sie ist Zeugin einer zeitgeschichtlichen Entwicklung von der Blüte der DDR-Fischerei in den 1960er Jahren über die strukturellen Folgen der Wende hin zu Migration und Flucht im 21. Jahrhundert. Für die Besucher des Schiffes möchten wir diesen Zeitraum wiederbeleben. In einem interaktiven Museum an Bord werden, neben visuellen Exponaten, auf Ton aufgezeichnete Erinnerungen zentral sein. Erinnerungen jener, deren Leben das Schiff prägte: Fischer, Seenotretter_innen und Geflüchtete. Damit setzen wir bewusst unseren Fokus: Es geht uns um das Leben, Denken und Fühlen der Menschen an Bord; und die Frage nach dem Wert menschlichen Lebens auf See.

16.09.22 um 18-20 Uhr auf der Sea-Eye im Harburger Museumshafen 

Space-Eye e.V. – ziviles Engagement in humanitäreren Krisen

Vortrag mit anschließender Diskussion mit Michael Buschheuer

Angesichts großer humanitärer Krisen, Kriegen und dem fortschreitenden Klimawandel fühlen wir uns oft handlungsunfähig und gelähmt. Doch auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint etwas in den Mühlen der Weltgeschehnisse zu bewirken, zivilgesellschaftliches Engagement kann viel erreichen. 

Michael Buschheuer aus Regensburg hat die Vereine Sea-Eye und Space-Eye gegründet die Nothilfe für Geflüchtete leisten. Was als spontaner Impuls zu helfen mit Familie und Freunden begann ist zu zwei schlaggkräftigen Hilfsorganisationen gewachsen. 

Ein Vortrag mit anschließender Diskussion über die Arbeit in der Nothilfe und darüber wie jede*r die Gesellschaft mitgestalten kann.